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Bestandspläne · Bauantrag

Bestandspläne fehlen? Aufmaß per Laserscan für den Bauantrag

Für Umbau, Nutzungsänderung oder nachträgliche Genehmigung braucht das Bauamt Zeichnungen des Bestands. Wenn es keine gibt oder die alten nicht stimmen, ist ein Aufmaß der erste Schritt. Hier steht, was verlangt wird und was in ein Angebot gehört.

01 · Anforderungen

Was das Bauamt an Zeichnungen verlangt

Die Bauvorlagenverordnungen der Länder regeln Inhalt und Maßstab. Berlin und Brandenburg stimmen in den Kernpunkten überein.

  • Bauzeichnungen mindestens 1:100Grundrisse aller Geschosse, Schnitte und Ansichten. Ein größerer Maßstab, wenn die Eintragungen es erfordern.
  • Bestand und Planung unterscheidbarBei Änderungen sind die zu beseitigenden und die geplanten Bauteile darzustellen.
  • Maße und MaßstabsleisteNumerischer Maßstab, Maßstabsleiste und Maße gehören in jede Zeichnung.
  • LageplanIn Brandenburg ein amtlicher Lageplan durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure oder die Katasterbehörde. Den liefern wir nicht.
  • BauvorlageberechtigungDen Antrag reicht Ihr Architekt oder Ingenieur ein. Wir liefern ihm die Messgrundlage und auf Wunsch die Bestandspläne.
  • Am Denkmal zusätzlichEine Bestandsdokumentation in der geforderten Genauigkeitsstufe.

Quellen: Brandenburgische Bauvorlagenverordnung, Berliner Vorschriften zu Bauvorlagen. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung und die Auskunft Ihrer Bauaufsicht. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.

02 · Angebot prüfen

Was in einem Angebot stehen muss

In Bauforen liegen Angebote für dasselbe Haus zwischen 3.000 und 8.000 €. Der Unterschied steckt fast immer im Lieferumfang. Vergleichen Sie diese Punkte.

  • Welche Pläne – Grundrisse aller Geschosse, Anzahl der Schnitte, alle Ansichten, Dachaufsicht.
  • Welcher Maßstab und welche Genauigkeit – 1:100 für den Antrag, 1:50 für die Ausführung.
  • Welche Dateien – Punktwolke, CAD-Datei, PDF. Und wem die Daten gehören.
  • Was nicht enthalten ist – Keller, Dachraum, Nebengebäude, Außenanlagen.
  • Festpreis oder Aufwand – Bei uns gilt: Die Rechnung entspricht dem Angebot.

03 · Fragen

Häufige Fragen zu Bestandsplänen

Handaufmaß oder Laserscan?

Bei einfachen, rechtwinkligen Räumen genügt ein Handaufmaß. Im Altbau mit schiefen Wänden, Versprüngen und mehreren Geschossen ist der Scan schneller und vollständiger: Jedes Maß lässt sich später aus der Punktwolke nachmessen, ohne noch einmal vor Ort zu sein.

Was erfasst der Scan nicht?

Alles, was nicht sichtbar ist: Leitungen in der Wand, Bauteilaufbauten, Hohlräume, Bereiche hinter Möbeln oder Verkleidungen. Dafür braucht es Sondierungen oder Bauteilöffnungen.

Was kosten Bestandspläne per Laserscan?

Marktüblich sind 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter für ein Aufmaß mit Plänen. Ein Einfamilienhaus liegt ab etwa 2.500 Euro, ein Mehrfamilienhaus um 5.500 Euro netto.

Wie lange dauert es?

Die Aufnahme eines Wohnhauses dauert meist einen halben bis ganzen Tag. Die Pläne folgen je nach Umfang nach ein bis drei Wochen. Den Termin nennen wir im Angebot.